Zahnschmerzen: Was tun? Erste Hilfe & Tipps vom Zahnarzt
Zahnschmerzen kommen meist zur falschen Zeit. Ob pochend, stechend oder ziehend – der Schmerz ist ein Warnsignal Ihres Körpers, das Sie ernst nehmen sollten.
Als Ihre Zahnarztpraxis in Randersacker möchten wir Ihnen schnelle Hilfe leisten. Hier finden Sie die wichtigsten medizinischen Fakten und Handlungsempfehlungen (basierend auf Standards der Bayerischen Landeszahnärztekammer), um die Zeit bis zu Ihrem Termin zu überbrücken.
Schritt 1: Termin vereinbaren (Sofortmaßnahme)
Hausmittel können Schmerzen lindern, aber nicht die Ursache (wie Karies oder Entzündungen) beheben.
- Während der Sprechzeiten: Rufen Sie uns sofort an: 0931 707747
- Am Wochenende / Feiertag: Wenden Sie sich an den zahnärztlichen Notdienst Bayern.
- Den aktuellen Notdienst finden Sie unter: www.notdienst-zahn.de oder Notdienst & Wochenendnotdienst
Welche Schmerzmittel darf ich nehmen?
Bis zum Termin können rezeptfreie Medikamente helfen. Doch Vorsicht – nicht jede Tablette ist geeignet.
- Empfohlen: Medikamente mit den Wirkstoffen Ibuprofen oder Paracetamol gelten als effektiv bei Zahnschmerzen.
- ❌ Nicht empfohlen (Wichtig!): Vermeiden Sie Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (ASS) (bekannt z.B. als Aspirin).
- Der Grund: ASS wirkt blutverdünnend. Sollte bei Ihrem Termin ein kleiner chirurgischer Eingriff (z.B. Zahn ziehen) nötig sein, kann dies zu stärkeren Blutungen führen und die Behandlung erschweren.
Hausmittel gegen Zahnschmerzen: Was wirklich hilft
Die Bayerische Landeszahnärztekammer empfiehlt folgende Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden:
1. Richtig Kühlen
Kälte hilft oft gegen Schwellungen und Entzündungsschmerz.
- Nutzen Sie ein Kühlpad oder einen Eisbeutel.
- Wichtig: Wickeln Sie das Eis in ein Tuch (z.B. Geschirrtuch). Legen Sie Eis niemals direkt auf die Haut, um Erfrierungen („Gefrierbrand“) zu vermeiden.
2. Gewürznelken (Natürliches Anästhetikum)
Die Nelke wirkt antibakteriell und leicht betäubend.
- Anwendung: Eine Gewürznelke vorsichtig an der betroffenen Stelle zerkauen oder lutschen (danach ausspucken).
- Hinweis: Seien Sie vorsichtig, wenn Ihre Mundschleimhaut empfindlich ist, da Nelken reizend wirken können.
3. Mundspülungen (Salz oder Tee)
- Salzlösung: Lösen Sie einen Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser auf. Spülen Sie den Mund damit 2–3 Minuten lang (wirkt antibakteriell).
- Kräutertee: Spülungen mit abgekühltem Salbei- oder Kamillentee können bei Zahnfleischentzündungen beruhigend wirken.
Was Sie bei Zahnschmerzen vermeiden sollten
Um die Entzündung nicht anzufeuern („Pochender Schmerz“), verzichten Sie bitte vorübergehend auf:
- Wärme (keine Wärmflasche an die Backe!)
- Kaffee, Alkohol und Nikotin
- Körperliche Anstrengung und Sport
Ursachen & Vorbeugung
Hinter Zahnschmerzen stecken oft Karies, Wurzelentzündungen, Parodontitis oder defekte Füllungen. Manchmal strahlen auch Kieferverspannungen oder eine Nasennebenhöhlenentzündung in die Zähne aus.
Unser Rat für die Zukunft: Der beste Schutz vor Zahnschmerzen ist Vorbeugung.
- Häusliche Pflege: 2x täglich Zähneputzen (mind. 2 Minuten) mit fluoridhaltiger Zahncreme + Zahnseide/Interdentalbürsten.
- Profibereich: Kommen Sie 1–2 Mal jährlich zur Kontrolle und Professionellen Zahnreinigung (PZR) zu uns nach Randersacker.
Quelle der fachlichen Empfehlungen: Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK), Stand 2025.