Hilfe bei Beschwerden

Zahnschmerzen: Was tun? Erste Hilfe & Tipps vom Zahnarzt

Zahnschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben, etwa Karies, Entzündungen an der Zahnwurzel oder am Zahnhalteapparat, defekte Füllungen, Kieferverspannungen oder eine Nasennebenhöhlenentzündung. Lassen Sie die Ursache zahnärztlich abklären. Hausmittel können Beschwerden vorübergehend lindern, ersetzen aber keine Behandlung.

Praxis anrufen
Telefonhörer und Notizbuch als Symbol für die Terminvereinbarung
Symbolbild

Wann sofort Hilfe nötig ist

Bei Atemnot oder wenn eine Schwellung im Mund oder Hals das Schlucken oder Sprechen erschwert: sofort 112 anrufen.

Schwellungen am Auge oder Hals, Sehstörungen, eine starke Schwellung im Mund oder eine deutlich eingeschränkte Mundöffnung müssen sofort in einer Notaufnahme beurteilt werden. Warten Sie damit nicht auf die nächste Sprechzeit.

Bei zunehmender Wangenschwellung, Fieber oder starken, anhaltenden Zahnschmerzen suchen Sie noch am selben Tag zahnärztliche Hilfe.

Praxis und zahnärztlicher Notdienst

Während der Sprechzeiten: Rufen Sie unter 0931 707747 an und schildern Sie Ihre Beschwerden. Bitte stimmen Sie Ihren Besuch telefonisch ab.

Am Wochenende, an Feiertagen und Brückentagen: Die zuständige Notdienstpraxis finden Sie über notdienst-zahn.de. Nach Angaben der KZVB sind die Praxen in der Regel von 10 bis 12 und von 18 bis 19 Uhr geöffnet. Bitte vorher anrufen und die Angaben für den jeweiligen Tag prüfen. Weitere Informationen: Notdienst und Wochenendnotdienst.

Schmerzmittel: Eignung vor der Einnahme prüfen

Ibuprofen oder Paracetamol können Schmerzen bis zur Behandlung vorübergehend lindern, sofern sie für Sie geeignet sind. Beachten Sie die Packungsbeilage, insbesondere Höchstdosis, Einnahmeabstände und Anwendungsdauer. Nehmen Sie nicht zusätzlich weitere Präparate mit demselben Wirkstoff ein.

Fragen Sie bei Vorerkrankungen oder weiteren Medikamenten vorher in der Apotheke oder ärztlich nach. Das gilt besonders bei Magen-, Nieren-, Leber- oder Herzerkrankungen, Asthma und Blutgerinnungsstörungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei Kindern richten sich Präparat und Dosierung nach Alter und Gewicht; übernehmen Sie keine Dosierung für Erwachsene.

ASS und andere Blutverdünner: Acetylsalicylsäure (ASS, zum Beispiel Aspirin) ist zur Selbstbehandlung von Zahnschmerzen nicht die bevorzugte Wahl, weil sie die Blutgerinnung beeinflusst und Blutungen bei Eingriffen verstärken kann. Ärztlich verordnetes ASS oder andere Blutverdünner niemals eigenmächtig absetzen. Klären Sie vor der Einnahme zusätzlicher Schmerzmittel mögliche Wechselwirkungen ab; auch Ibuprofen kann die Wirkung von verordnetem ASS beeinflussen.

Hausmittel: nur zur vorübergehenden Linderung

Hausmittel können Beschwerden lindern, behandeln aber nicht die Ursache. Auch pflanzliche Mittel können Nebenwirkungen haben. Bei Kindern sowie in Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Eignung vor der Anwendung fachlich abgeklärt werden.

  • Kühlen: Ein in ein Tuch gewickeltes Kühlpad kann von außen aufgelegt werden. Legen Sie Pausen ein und vermeiden Sie direkten Hautkontakt mit Eis, um Kälteschäden vorzubeugen.
  • Gewürznelke: Kann Schmerzen kurzfristig lindern, aber die Mundschleimhaut reizen. Bei empfindlicher Schleimhaut oder auftretender Reizung darauf verzichten. Lassen Sie sich bei Unsicherheit vor der Anwendung in der Apotheke beraten.
  • Salzlösung für Erwachsene: Einen halben Teelöffel Salz in einem Glas warmem Wasser auflösen. Lauwarm damit spülen und anschließend ausspucken, nicht schlucken. Für Kinder ist diese Spülung wegen der Gefahr des Verschluckens nicht gedacht.
  • Kräutertee: Abgekühlter Salbei- oder Kamillentee kann als Mundspülung bei gereiztem Zahnfleisch vorübergehend helfen. Anschließend ausspucken; bei bekannter Unverträglichkeit oder Reizung nicht verwenden.

Vorübergehend verzichten auf: Hitze (keine Wärmflasche an die Backe), Kaffee, Alkohol, Nikotin und Sport.

Zahnschmerzen vorbeugen

Zweimal täglich mindestens zwei Minuten mit fluoridhaltiger Zahncreme putzen, Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten reinigen. Ob und in welchem Abstand eine professionelle Zahnreinigung sinnvoll ist, richtet sich nach Ihrem persönlichen Risiko. Kontrolltermine vereinbaren Sie gerne bei uns in Randersacker.

Hinweis: Diese allgemeinen Informationen ersetzen keine individuelle zahnärztliche Untersuchung oder Beratung. Schmerzmittel und Hausmittel dürfen eine notwendige Behandlung nicht verzögern.

Quellen und weiterführende Informationen

Redaktioneller Quellenabgleich: 23. Oktober 2026.

Wir sind gerne für Sie da.
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